Hallo Diana,

hier nun das angekündigte Schreiben. Ich weiß nach unserem ICQ-Chat gar nicht so recht, wo anfangen. Du selbst, die Tröte, das Äffchen – es sind alles Seiten Deiner Selbst. Entstanden aus einer Notsituation, geboren in großer Pein. Nun sind sie da, diese Gefährten Deiner selbst. Nicht schlecht und böse sie sind – helfen wollen sie Dir und stehen Dir dennoch plötzlich im Weg. Ausdruck Deiner Seele sind sie ..

Bähh, nu guck nicht so romantisch ...

Diana, bitte versuche, ihr – Deiner Seele - zu helfen. Du bist Deine Seele und Deine Seele – dies bist Du. Dein Körper – es ist ihr Tempel. Also ehre und liebe sie. Stelle – bildlich gesprochen – Blumen in diesem Tempel auf, ehre diese, Deine Seele.

Und erkennst Du es: Wenn Du Deiner Seele Kraft und Mut geben willst, dann lerne es, Deinen Körper zu lieben. Er ist Dein, er gehört keinem Anderen. Und nur Du kannst Dich darum kümmern, nur Du selbst bist dafür verantwortlich.

Also, Diana, nimm die Verantwortung an. Akzeptiere sie und lerne, danach zu handeln. Und wenn Du diese Deine Verantwortung für Dich selbst akzeptierst, wenn Du sie wahrnehmen WILLST, weil Du LEBEN WILLST – dann, Diana, dann lauf nicht mehr weg dort. Lerne zu LEBEN ...

Naja, einfach war's ist es nicht für mich, damals meinen Widerstand abzubauen. Zu lernen, anzunehmen, dass das, was geschieht, einem helfen soll. Aber dann wollte ich mir helfen und ich begann, den ganzen Quark als etwas anzunehmen, was mir nutzen soll. Und so änderte ich meine Einstellung dazu ...

Und dies soll Ansporn für Dich sein, Deinen neuen, Deinen nun eigenen Weg mit Hilfe der Therapie zu gehen! Gehe ihn! Du bist so voller Liebe und so voller Hass auf Dich selbst. Und die Tröte und das Äffken -  sie tauchen dann auf, wenn Dir alles "zu dicht kommt".

Aber nun hab ich Dich genug "geärgert". Ich will es wieder gut machen, und mit Dir einen kleinen Spaziergang machen. Kommst Du mit? Ja? Dann lass uns losgehen ...

Bevor wir losgehen, noch eine Anmerkung: Hast den Glauben an Gott? Nein? Aber vielleicht glaubst Du an die Allmacht der Mutter Erde? Vielleicht schauen wir bei unserem Spaziergang mal aus dieser Sichtweise in die Welt, ok?

Also, los dann mit uns ..

Schau, hast Du solch eine Blume schon einmal gesehen? Und sag, hat sie nicht ein wenig auch von Dir? Sie ist schön und sie will die Schönheit verstecken, wenn es sein muss auch zerstören. Sie glaubt, sie müsse unter darunter leiden.

Sie findet, dass Jeder ihre wahre Schönheit nicht sieht; jene, die  nicht nur äusserlich ist sondern auch von Innen kommt.

Eingesponnen sie ist, ertragen sie es tut. Und dennoch reckt sie sich stark dem Licht entgegen.

Und, tust Du es nicht auch?

Aber, gehen wir weiter ..

Und sieh hier, welche Kraft in der Natur steckt.

Der Baum ist gefällt und dennoch gebiert er Leben. Er ist nicht totzukriegen, wieviele auch versuchen, ihn zu besiegen. Schau auf ihn und erahne, welche Kraft auch in Dir steckt ...

Möchtest Du vielleicht einmal auf ihm herumklettern? Keine Angst, ich halte Deine Hand dabei, Du fällst schon nicht runter ..

Oder lege Deine Hand auf ihn. Spürst Du seine warme Rinde, hörst Du das leise Summen? Streichele zart die Blüten, nimm ihre Farben in Dich auf. Atme ihre Zartheit und ihre Kraft ..

 

Oh, schau mal hier! Scheinbar schroff, stachlig, widerborstig; bunt zwar, aber nicht so geschmückt wie manch überkandidelte Blumenschönheit.

Leise sich im Wind wiegend, den Wellen lauschend,
schauend und sich selbst genügend;
nicht Versuchung, mehr zu sein.

Und da wir grad am Wasser sind ...
                   ... streichen wir einfach einmal am Rand des Sees entlang.

 

Siehst Du das Glitzern, hörst Du das Plätschern? Frieden ist es, kein Stören. Nimm es auf, trage es in Dir ...

Möchtest Du ein wenig verweilen? Ok, dann warte ich. Schau um Dich, schau in Dich. Atme das Leben ..

Ich glaub, Du möchtest es so sehr und kämpfst so gegen an.

Na, gehen wir weiter?

Hier begegnen wir einem Baum. Schon älter er ist, gesehen hat er viel. Wenn wir still genug sein können, dann hören wir seine Geschichten. Gern erzählt er, teilhaben lassen er möchte.

Und geben er will: Gern er sich mitteilt, gern abgibt er von seiner Kraft. Lehne Dich an ihn, lausche ihm. Setz Dich mit dem Rücken an ihn, spüre seine Bewegungen, sein inneres Summen, folge seinen leisen Schwingungen, werde eins mit Mutter Erde ..

Und nimm die Sonne mit auf. Lasse Sie über Deinen Kopf in Deinen Körper, atme den Baum mit Deinem Herzen. Gewinne die Kraft, teile sie mit ihm. Und lerne zu SEIN.

So, hier nun setze ich Dich ab. Verweile an diesem Ort. Sieh das Funkeln, versenke Dich in ihm.

 

Setz Dich hin, stelle die Füße auf den Boden. Nimm Verbindung auf zu Mutter Erde. Stell Dir einfach vor, Deine Füße, die Fußsohlen, öffnen sich. Kleine Wurzeln oder Strahlen versenken sich daraus in die Erde ...

Sie hingegen dankt Dir Deine Nähe und Offenheit mit warmer Energie. Rot steigt sie in Dir über das Wurzelchakra bis zum Herzchakra auf ...

Nimm es auf, lass es in Dich eingehen. Atme ruhig und langsam, stell Dir vor, wie diese rote starke Energie sich in Deinem Herzen einen Platz sucht. Gib Dich ihr hin, lasse sie ein ...

Schau auf das Funkeln. Und stell Dir vor, wie ein leises Kichern in Dir immer stärker wird ...

Und wenn Dich eventuell dabei etwas an den Fußsohlen kitzelt; mag sein, dass ich es bin oder der kleine Freund hier im Bild unten rechts ..

 

Ich wünsche Dir

 

Leben und Licht,

Liebe und Freude!

Und

Ich segne Dich!